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Dag Achtzehn Heilbutt face

Westerwald-Zeitung: Rekord: Hundsdorfer zog einen Mega-Fisch an Land

 

 

Selnes – Der Hundsdorfer Dag Achtzehn hat in seinem Urlaub im norwegischen Selnes einen richtig dicken Fisch an Land gezogen und damit den Rekord von Mittelnorwegen aufgestellt . Der 25-Jährige war zu Wochenbeginn eigentlich „nur“ zu einer sommerlichen Angeltour auf dem Atlantik vor der mittelnorwegischen Küste unterwegs, als er den Fang seines Lebens machte.

 

 

 

Der junge Westerwälder zog einen 155 Kilogramm schweren und 2,41 Meter langen Heilbutt aus den Tiefen des Meeres – und angelte damit den größten Heilbutt, der jemals vor Trøndelag, einer großen Region in Mittelnorwegen, gefangen wurde. Die WZ hat mit dem jungen Rekordangler in Norwegen telefoniert.

 

„Das war mein erster Heilbutt und zugleich der Fisch meines Lebens“, schwärmt Dag noch ganz euphorisch und aufgekratzt am Telefon. Der 25-Jährige aus Hundsdorf, der im zehnten Semester an der Uni Koblenz Informationsmanagement studiert, verbringt jedes Jahr die Sommerferien in Mittelnorwegen bei seinem Vater Michael, der vor zehn Jahren von Hundsdorf in den norwegischen Ort Selnes am Namsenfjord nahe der Hafenstadt Namsos ausgewandert ist. Der 50-jährige Westerwälder betreibt hier einen Campingplatz, vermietet Ferienhäuser an meist deutsche Urlauber und bietet begleitete Angeltouren auf See und im Namsenfjord an. Nach seinem Rekordfang ist Dag Achtzehn in Mittelnorwegen auch zur Freude seines Vaters eine richtige Berühmtheit und ein gefragter Mann. „Ich muss jetzt zahlreiche Interviews geben“, sagt Dag stolz. Die Regionalzeitung Namdalsavisa hat schon über den Mega-Fisch berichtet, weitere Tageszeitungen folgen.

 

Die Eindrücke vom Tag des Rekordfanges sind bei dem 25-Jährigen noch ganz frisch: „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, Auge in Auge neben diesem übermannsgroßen Tier zu sein. Mir standen die Freudentränen in den Augen, als wir den Koloss an Bord gezogen haben“, schildert der Hobbyangler. „Wir konnten es nicht glauben und schauten uns an. Das wird der Fisch meines Lebens sein“, sagt der 25-Jährige. Dabei sah zunächst alles nach einem ganz normalen Angeltag vor der Küste des malerischen Trøndelag aus. Dag, sein Vater und Michael Rossbach, ein Freund der Familie aus Montabaur, schipperten mit ihrem Boot am Montagmorgen bei wunderschönem Wetter auf den Atlantik hinaus. „Es lief super. Wir fingen unsere Seelachse. Dann ließen wir uns weiter treiben und gingen tiefer runter, um auf Lengs und Lumbs zu gehen“, erzählt der Student.#

 

Plötzlich durchfährt ein Ruck Dags Handangel. Etwas Großes musste angebissen haben. Der unbekannte Fisch zerrt mit unbändiger Kraft – und zieht Angelschnur von der Rolle der Angel in die Tiefen des Atlantiks. Das Bergen des riesigen Plattfisches gleicht einem kleinen Krimi: „Ich löste die Bremse, um ihn ziehen zu lassen. Plötzlich blieb er stehen, und ich versuchte, den Fisch mit der Angel zu drillen. Immer wieder bekam ich ihn einige Meter hoch. Danach holte er wieder Schnur“, erzählt Dag. Spannung: Nach einer halben Stunde merkt der 25-Jährige, dass er gegen diesen riesigen Fisch keine Chance hat, zumal die Angelschnur zu dünn und nicht auf einen Fisch diesen Kalibers ausgelegt ist.

 

Vater Michael hat eine Idee: Der von Kindheit an erfahrene Angler, dessen Vater einst mehrere Angelfachgeschäfte im Westerwald betrieb, zieht die Schnur vorsichtig mit der Hand nach oben, während Dag die Angel hält und die Schnur eindreht. „Wir waren ein perfektes Team“, schildert der Hundsdorfer. Der Mega-Fisch kämpft. Doch nach eineinhalb Stunden können die Angler den Koloss im Wasser erkennen. „Er kam mit dem Maul aus dem Wasser. Es war ein komisches Gefühl, diesem riesigen Fisch so nah zu sein“, schildert Dag. Mit zwei „Gaffs“ – das sind Haken an einem langen Stiel, mit denen große Fisch aus dem Wasser gehievt werden, – gelingt es schließlich, den Heilbutt zu fassen. „Ein zweites Boot kam uns zu Hilfe. Mit vier Mann haben wir den Fisch aus dem Wasser gezogen“, erzählt Dag am Telefon.

 

Der 155 Kilo schwere Heilbutt passte kaum auf das 2,30 Meter breite Boot. „Wir konnten nicht mehr mit voller Kraft nach Hause fahren. Dafür war unser Fang zu schwer“, sagt Dag und lacht. Den Heilbutt brachten Vater und Sohn sofort zu einem Fischgroßhändler. Allein der Kopf des Plattfisches wog 30 Kilogramm, 94 Kilogramm waren pures Fleisch. „Mein Vater ist mächtig stolz, vor allem ist er glücklich, dass er dabei war, als ich den Fang meines Lebens machte“, erzählt der sympathisch klingende 25-Jährige. „Er hatte ein ähnliches Erlebnis mit seinem Vater, mit dem er einst in Norwegen einen mächtigen Lachs fing“, sagt er.

 

Nun freut sich Dag auf die kommenden zwei Wochen, die er noch in Selnes verbringt. „Norwegen ist einmalig, Natur pur mit schönen Wäldern. Vor allem Trøndelag ist eine der schönsten Regionen des Landes“, sagt er. Das Haus seines Vaters liegt einen Kilometer vom nächsten Nachbarn entfernt. „Das ist die absolute Ruhe und Idylle“, schwärmt der Westerwälder. Vor allem die Norweger seien „super freundliche und hilfsbereite Menschen“. Und wenn Dag nicht für die Uni lernt oder seinem Vater auf dem idyllisch gelegenen Campingplatz in Selnes hilft, dann fahren Vater und Sohn beizeiten hinaus auf den Atlantik – und warten auf den nächsten Fang ihres Lebens.

 

Wer sich einen Eindruck von der norwegischen Idylle in Selnes verschaffen möchte, findet auf der Homepage der Familie Achtzehn unter www.urlaub-norwegen.at zahlreiche Fotos.eitung

 

Quelle: Rhein-Zeitung

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